Horst Steier

1950
  • geb. in Schifferstadt
1964
  • Ausbildung zum Maler und Lackierer
1968
  • Kunstschule Karl Rödel in Mannheim, Kunst am Bau
1973
  • FHS Mainz, Studium u.a. Visuelle Kommunikation, Abschluss als Dipl.-Designer (Grafik-Design)
1981
  • Europäische Sommerakademie für bildende Kunst in Trier, Radierung bei Prof. Erich Krämer und Harald Fuchs
1983 / 1984
  • Besuche bei Johnny Friedlaender und im Atelier Leblanc/Lallier, Druckerei für künstlerischen Tiefdruck in Paris
1984
  • Kunstforum Millstatt (Österreich), Freie Malerei bei Günther Meck


Reisen u.a.:
  • China, Kaschmir, Ladakh, Zanskar, Jemen, Namibia


Mitgliedschaften:
  • BBK RLP
  • Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (apk)
  • VG Bild-Kunst


Auszeichnungen:

1980
  • 1. Preis - Pfalzwerke AG, Ludwigshafen a. Rh., Wettbewerb zum Thema "Elektrische Energie und Landschaft der Pfalz"
1990
  • 3. Preis - Bayerische Versicherungskammer, München, Wettbewerb zum Thema "Feuer"
1991
  • Katalog-Stipendium des Landkreises Ludwigshafen


Ankäufe:
  • Architektenkammer Rheinland-Pfalz
  • Pfalzwerke AG, Ludwigshafen a. Rh.
  • IZE-Informationszentrale der Elektrizitätswirtschaft e.V., Bonn
  • Bayerische Versicherungskammer München
  • Stadt Pirmasens
  • Landtag von Rheinland-Pfalz
  • Roche Diagnostics GmbH, Mannheim





...Steiers Malerei ist farbenfroh und voller kleiner Überraschungen. Zarte und kräftige Farben schaffen einen Tiefenraum, in dem sich Kratzungen, Materialien verschiedenster Art und reliefartige Formen bewegen, die eine schier unglaubliche Vielfalt besitzen. Da wird mit Fliesenkleber, Ponal, Wachs, Mehl, Computerplatinen, und, und, und gearbeitet, gemalt, gezeichnet, nachbearbeitet und so entsteht ein kleinteiliger Bildkosmos, an dem man sich gar nicht satt sehen kann. Was sich zunächst als ein gewisses Chaos darstellt, ist natürlich auch Ordnungsprinzipien unterworfen. Beispielsweise die Farbigkeit. Bei Reisen nach Indien und hier insbesondere nach Ladakh hat Horst Steier die Welt des Buddhismus näher kennengelernt und seine Zuordnung der Farben von dort entlehnt. Das Gelb steht da für die Erde, das Weiß für Wasser, das Blau für den Kosmos. Und schon beginnt das Bild sich umzuformen, neue Ansichten zuzulassen. Wie im Kaleidoskop verschieben sich die Bilder, je nachdem, von welcher Seite man sie betrachtet, respektive mit welcher Haltung man ihnen begegnet. Wie ein lebendiger Organismus unter einem Mikroskop erschließen sich die Arbeiten, changieren, verändern sich und wollen schließlich als das gesehen werden, was sie sind, nämlich als eine Malerei, die keine Denkverbote akzeptiert.

Die Grafiken, Tiefdrucke und Hochdrucke, Radierungen und Holzschnitte greifen auf das Formenrepertoire der Malerei zurück, im Holzschnitt naturgemäß in flächigeren Formen, die beinahe wie Tafeln mit Hieroglyphen wirken, eine fremde, unlesbare Sprache zeigen, die wir rein ästhetisch einordnen und schätzen können. Und tatsächlich finden sich hier Schriftzeichen, buddhistische Schriftzeichen, die jedoch nicht in ihrem semantischen Gehalt für die Arbeiten wichtig sind. Steier interessiert der formale Ausdruck dieser Zeichen, die kontrapunktisch zu den Flächen ihre visuelle Wirkung entfalten. Das Arbeiten mit Fundstücken, angerosteten Platten etwa, den bereits erwähnten Computerplatinen oder Computergehäusen, die zum Drucken und zu Prägungen benutzt werden, kommt im Wesentlichen den Radierungen zugute, die anschließend mit dem Pinsel farblich akzentuiert oder unikat nachbearbeitet werden. Wie Stadtlandschaften von oben gesehen wirkt das manchmal, aber auch ganz andere Assoziationen sind natürlich erlaubt. Innovative Techniken kommen hier zum Einsatz, die überraschend Resultate zeitigen - zur Freude des Betrachters...

Dr. Martin Stather (Kunstverein Mannheim)
Ausstellungseröffnung im Universitätsklinikum Mannheim am 18.08.2010



Ausstellungen (Auswahl), E = Einzelausstellung:

2016
  • Mainz, Kunstmesse - Kunst Direkt
  • Offene Ateliers, Rheinland-Pfalz
2015
  • Mannheim, Firma Roche Diagnostics GmbH, Kunst am Bau, objektbezogene Gestaltung
  • Schifferstadt, Altes Rathaus, mit Renate Valotta (Keramik), E
2014
  • Karlsruhe, Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe, "Digital zur Malerei. Dialog der Medien"
  • Offene Ateliers, Rheinland-Pfalz
2013
  • Frankenthal, Kunsthaus (apk)
  • Karlsruhe, Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe, "Zwischen-Räume"
  • Rio de Janeiro, BBK Heidelberg, "Hommage an Havaianas"
  • Aljustrel, Portugal, "Utopia Azul"
  • Offene Ateliers, Rheinland-Pfalz
2012
  • Limburgerhof, ART SHOW, Lyons Club Schifferstadt
2011
  • Jockgrim, Zehnthaus (apk)
  • Speyer, Kunstverein, "Die Pfalz malt für den Dom"
2010
  • Mannheim, Uniklinikum, mit Gustav Duden (Plastik), E
  • Évora, Portugal, Palacio Manuel, "Utopia Azul"
2009
  • Frankenthal, Kunsthaus (apk), "Handzeichnung und Plastik"
2008
  • Strausberg bei Berlin, Städtische Galerie (apk)
  • Sulzfeld, Kulturkreis, "Ätzkunst" - sechs apk-Mitglieder stellen Druckgrafik aus
2007
  • Speyer, Städtische Galerie, "Ätzkunst" - sechs apk-Mitglieder stellen Druckgrafik aus
  • Speyer, Künstlerbund Speyer, E
  • Landau, Kunstverein Villa Streccius, "deutsche und englische Druckgrafik"
  • Mainz, Galerie des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler RLP
2006
  • Trier, Uni Trier, Teilnahme an beschränktem Wettbewerb für Kunst am Bau, Entwurf für Wandgestaltung, Campus 2
  • Mainz, Kunstmesse - Kunst Direkt
2003
  • Römerberg, Zehnthaus Berghausen, Malerei, Grafik und Fotografie, E
2002
  • Kaiserslautern, Pfalzgalerie, "80 Jahre apk"
  • Limburgerhof, Agrarzentrum der BASF, Malerei, Grafik und Fotografie, E
1999
  • Sintra, Portugal, Espaco Cultural Casal Sao Domingos, Grafik, Malerei, E
1998
  • Sintra, Portugal, Galeria de Arte - L.C.R., Druckgrafik
1996
  • Marbach, Galerie in der Wendelinskapelle, Grafik, Malerei
1994
  • Mainz, Kunst im Landtag von RLP, mit K. Berger, E
1993
  • Breslau, Polen, Galerie Kowalski, Grafik, Malerei, Plastik, mit Regina Reim und Prof. Thomas Duttenhöfer
1992
  • Dorsten, Wasserschloss Lembeck, Grafik und Malerei, E
1989
  • Germersheim, Kunstverein im Ludwigstor, Grafik, Malerei und Objekte, E
1988
  • Köln, Galerie am Buttermarkt, Grafik und Malerei, E
  • Landau, Villa Streccius, "Lektion der Stille"
1986
  • Pirmasens, Wasgauhalle, Landesausstellung des BBK
1984
  • Speyer, Ausstellung "Purrmann-Preis"
1981
  • Rockenhausen, 1. Ausstellung "Daniel-Henry-Kahnweiler-Preis"





Mozartstraße 24
67105 Schifferstadt
Deutschland

Telefon: 0049(0)62354298
Mail: horst@steier-art.de
Internet: www.steier-art.de







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