Stefan Engel

1960
  • geb. in Mainz

Berufsausbildung:

1980 -1986
  • Studium der Kunsterziehung, Kunstgeschichte, Geschichte und Theologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz ( B.Schwering, H. Volz und H. Hemrich, U. Hellmann, V. Ellwanger)
1986
  • Förderstipendium der Johannes-Gutenberg-Universität
1987
  • Examensarbeit in keramischer Plasti
1988
  • Staatsexamina

Berufliche Tätigkeit:

seit 1986
  • Freischaffender Künstler
1988 - 1991
  • Lehrauftrag an der Fachhochschule Mainz
1990 - 1992
  • Lehrauftrag an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (bei Prof. Biederbick)
2002
  • Organisation des 1. Int. Bildhauersymposions am Donnersberg "Yggdrasil"
2004
  • Organisation des 2. Int. Bildhauersymposions am Donnersberg "Inside-Out"
2006
  • Leitung des Bildhauersymposiums RLP, "Raumtäuschungen", Rockenhausen
2010
  • Leitung des Bildhauersymposiums RLP, "Habitat", Reipoltskirchen/Rockenhausen
2011
  • Leitung des Bildhauersymposiums, "Skulpturale Gärten", Reipoltskirchen

Teilnahme an internationalen Symposien: Frankfurt am Main, Zell am Harmersbach, Mirabell (F), Bogati (Ru), Hamburg, Sofia (Bu), Gmunden (Ö)


Arbeiten in öffentlichem Besitz:

1985
  • Rollstuhlfahrer, Badisches Landesmuseum Karlsruhe
1989
  • Denkmal für die Zeit 1939-45, Viernheim
1990
  • Brunnen, Neckargemünd
1991
  • Sume-Brunnen, Heidelberg
  • Stele, Städtische Sammlung Mainz
1995
  • Charons Boot, Kreis Kusel
  • Hammerwerkrelief, Schweisweiler
1996
  • Denkmal für eine Synagoge, Kusel
2001
  • "Pomona", Slg. Pachen, Rockenhausen
2003
  • "Schwarzer Regen", Mainz, Umweltministerium
  • "Deport", Kusel, Landratsamt
2004
  • "Kleine Flieger", Kusel, Realschule
2006
  • "Beziehungskiste", Skulpturenweg RLP, Standort Rockenhausen
2007
  • "Kahnweilerbrunnen“, Rockenhausen
2008
  • "Raumlagen“, Gmunden (Österreich)
2010
  • "Habitat", Reipoltskirchen
2011
  • "Tomomane", Stadt Flörsheim
2016
  • "Able will be" u.a. Kirchheimbolanden 
2017
  • "Denkmal für Rabbi Grünebaum", Reipoltskirchen





…Angesichts der frühen Zeichnungen erscheint Engels bildhauerisches, in Keramik realisiertes Werk vor allem mit Geduld und Konsequenz entwickelt. Das gilt nicht nur für die Technik, den so sensiblen wie experimentierfreudigen Umgang mit dem Material, sondern mehr noch für den inneren Zusammenhalt seiner zunächst klassisch figürlichen, seit mehr als zehn Jahren tendenziell abstrahierenden Formensprache. Scheint doch in Blättern wie "Legatur" oder "Bootskörper" von 1989 zeichnerisch deutlich angelegt, was 15 oder 20 Jahre später plastische Form wird.
Der "virtuelle Mensch" erscheint hier zwar in der Tat behindert. Aber weniger geistig als ganz konkret: In Engels Plastiken erweisen sich architektonische Gehäuse als solche der Isolation und Vereinzelung des Individuums. Und als Raum gewordenes Prokrustesbett.
(Christoph Schütte, FAZ 03.03.11 © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv)

Sie sehen, diese Plastiken leben nicht nur aus ihrem packend ästhetischen Vorhanden-Sein. Sie sind zu einem Teil "formgewordene Fragestellungen". Doch sind die Menschen in diesen Architekturen eigentlich lebensfähig, überlebensfähig? Können sie als längst schon total überreizte Wesen im eigentlichen Sinn noch existieren? Oder reflektiert dieser Künstler - wie in einem Gespräch angedeutet - diese Entwürfe als Behausungen für ein problemloses "Cocooning" - jene neue Form der "Heim-ins-Heim"-Bewegung, in der sich jeder seine eigene, vollfunktionierende Welt zu Haus installiert, um den unliebsamen Verhältnissen draußen zu entgehen? Somit würde das abgeriegelte Haus, die Bunkerwohnanlage tatsächlich zu einer Festung für bereits Teil-Degenerierte… Eine fortschreitende Globalisierung vereinigter Verstümmelung, wie Paul Virilio es einmal formuliert hat. Oder ist es vielleicht doch die Ankündigung eines kommenden Paradieses? Wie auch immer man es interpretieren mag. Stefan Engel lässt die Dialektik des "Innen und Außen" psychologisch, philosophisch als bedeutungskonstituierendes Moment erhellend in seinen Plastiken wirksam werden.

Engel findet so zu einer unideologisch-offenen, kritischen Welt-Deutung.
(Dr. Matthias Brück)
 



Einzelausstellungen (Auswahl):

2018
  • "Wachträume", Kreisgalerie, Dahn

2015
  • "Deport und Gurs", Malerei im Horst-Eckel-Haus, Kusel
2014
  • "Lebensfutterale", Kunstverein DIE TREIDLER, Kunsthaus Frankenthal
2013
  • "KörperGehäuse", K-Hof Galerie Gmunden (Ö), Art+design Galerie Neustadt a.W.
2011
  • Flörsheim a.M., Kunstforum Mainturm
  • Speyer, Städtische Galerie Kulturhof Flachsgasse (mit B. Sommer)
2009
  • Heidelberg, Galerie Heller, Arbeiten im Skulpturengarten
2008
  • Wörth, "Schichtungen"
2006
  • Jockgrim, Zehnthaus, Plastiken und Zeichnungen
2004
  • Rockenhausen, Kahnweilerhaus, "Blots"
2003
  • Mainz, Ministerium f. Umwelt und Forsten, "Blots", Malerei von S. Engel
1999
  • Galerie in Blau, Darmstadt
1996
  • Kahnweilerhaus, Rockenhausen
1995
  • Ausgebrannt, Essenheim
1991
  • Galerie Böwig, Hannover
  • Kunstverein Heidelberg, zur Einweihung des Sume-Brunnens
1986
  • Zeitgedanken, Langenthal, Schweiz

Gruppenausstellungen (Auswahl):

2018
  • "Ganz Groß", Herrenhof, Neustadt-Mußbach, Ausstellung der APK

2017
  • "Habitat", Villa Streccius, Landau

2016
  • "Kleine Größen", Rockenhausen
  • "I hoch X", Symposium, Uni Kaiserslautern
2014
  • Zehnthaus Jockgrim (mit Dieter Kühn)
2013
  • Mussbach, Herrenhof VPK – Kleinplastiken
2010
  • Innsbruck, Kaiserliche Hofburg;
  • Luxemburg, Galerie im Schloss Bourglinster;
  • Faenza, Museo Internationale delle Ceramiche
2009
  • Hamburg, "Small Monuments 2"
  • Höhr-Grenzhausen, Keramiksymposium, Westerwaldpreis
  • Kollmitzberg, Österreich, "Terra 2009"
  • Rockenhausen, "Das Keramiksymposium Gemunden im Museum Pachen"
2008
  • Landau, Villa Streccius, apk-Ausstellung "Stilbrüche"
  • Gmunden, Österreich, Keramiksymposium
  • Berlin-Straussberg, "XXL"
2007
  • Mannheim, IDS, "Mein Nachbar", Speyer, Kulturhof Flachsgasse
2006
  • Münsingen, "Und…", Schweiz
2005
  • Sofia, (Bu), X. Salon des Arts, "9 plus 1"
2004
  • Künstler des Bildhauersymposions, "Inside-Out", Kahnweilerhaus, Rockenhausen
  • Jockgrim, Zehntscheune, Kontraste
2003
  • Basel, Skulpturenhalle: Projekte von sun 21
  • Hamburg, Skulpturen Landschaft, Neuengammer Hausdeich
2002
  • Mirabel (F), Pleinairausstellung 2002, Darmstadt Mathildenhöhe, Ausstellung des 21. Int. Pleinair
2001
  • BBK-Rheinland-Pfalz zu Gast, Frankfurt a.M., "Kältezone-Wärmezone" Kaiserslautern
1999
  • Künstlerhaus am Lehnbachplatz, München





Kirchstraße 4
67808 Schweisweiler
Deutschland

Telefon: 0049(0)63025880
Mail: mail@engelstefan.de
Internet: www.engelstefan.de







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