Manfred Graf

1942

  • geb. in Ludwigshafen

1957 - 1960

  • erlernen des Malerhandwerks in der Kirchenrestaurierung bei E. Heller in Mannheim

1963 - 1967

  • Diplomabschluss und Meisterprüfung an der Meisterschule für das Deutsche Malerhandwerk München, dabei Schriftkonstruktion bei Walter Tafelmaier

1968 - 1973

  • Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt/M (Städelschule), Studium bei Paul Eliasberg, Karl Bohrmann und Raimer Jochims


Auszeichnungen:

1971

  • Förderpreis der Stadt Ludwigshafen

2007

  • Anerkennungspreis im Bundeswettbewerb "Farbe wagen" durch Magazin "Stern" und Bausparkasse Schwäbisch Hall, für Wohn-Haus Dr. Mentges in Limburgerhof


Lehrtätigkeit:

  • Freie Kunstakademie Mannheim, Fach Materialkunde/Künstlerische Techniken


Ankäufe/ Aufträge:

  • Städtische Kunstsammlungen Ludwigshafen
  • Land Rheinland-Pfalz
  • Kreisverwaltung Südliche Weinstrasse
  • Gestaltung von Foyer, Flur und Speisesaal Pfälzische Pensionsanstalt Bad Dürkheim, durch Künstler-Gruppe "K5"
  • Stiftung Modern Art Museum, Hünfeld
  • Fondation Vera Röhm, Lausanne


Mitgliedschaften:

  • Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (apk)
  • "Der Anker" e.V. Ludwigshafen
  • "K5", Künstlergruppe Konstruktiv&Konkret mit H. Gander, M. Graf, G. Hutter, G. Lind





Was begründet meine konstruktiv/konkrete künstlerische Arbeiten?

Der Literat und Jurist Ludwig Daniel Jassoy, schrieb Anfang des 19. Jhdts. einen treffenden Aphorismus, der auf das Handeln eines Künstlers zutrifft: "Man muss erstlich wissen, was man will, ehe man thun kann, was man soll".
Das ist: Orientierung und Erneuerung im Zeitenstrom suchen. Wider den heutigen Geschwindigkeitswahn, wider den Wachstumswahn und der Wegwerfkultur unserer Zeit! Langsam arbeiten, verdichten. Selten entstehen mehr als 10-15 Arbeiten im Jahr. Es geht nicht um Perfektion, um Vollendung schon. Nicht selten überarbeite ich alte Arbeiten. So werden sie neu oder endgültig gemüllt.
Es gibt keine Bilder, außer man macht welche! Das Arbeiten des Künstlers, und die entstehenden Bilder, sind immer Haltestellen, keine Endstation!

Meine Arbeitsfelder sind parallele Ideenreihen: "Zet-Bilder", Bilder auf schwarzem Grund, Objekte, Bilder mit Schrift, Gotik u.a. Die meisten Arbeiten sind Collagen, sie bestehen aus alten und neuen Einzelteilen, meist als Farbfeld, oder bemalten Holzstäben. Es ist ein Bausteinprinzip. Schräge, aus dem Bild ragende, bemalte Holzformen sind Dynamik.

Plastische Objekte sind auf der Wand hängend, sie sind beweglich, da nicht fest mit der Wand verbunden. Objekte sind ein modernes Kind der "unbeweglichen" alten Mutter Relief.

Schönheit ist Suche nach Dauer. Suchen nach der Vielfalt, und dem Reichtum aus der malerischen Tradition. Alle Bausteine miteinander verbinden. Poetische Bilder mit Eleganz und Leichtigkeit sollen es sein.

Farbige Phänomene: Farbflächen gibt es in der Architektur, als auch durch die Konstruktiv-Konkrete Malerei des 20. Jahrhunderts. Raumgestaltung in der Architektur und Raumausstattung sind Arbeitsfelder, die mich schon immer interessiert haben. Ich mache das sehr gerne.

Flächenfarbe im Konstruktiven verhält sich anders, als die Farbvaleurs der figürlichen Malerei. Ich denke, dass man Farbflächen nicht einfach nebeneinander malen kann. Deshalb collagiere ich Flächenfarben fast immer. Farben ähneln menschlichen Affekten, sie lösen Stimmungen aus: Ablehnung, Wohlfühlen, Fröhlichkeit, Trauer... Farben können zu Klängen, zu Dissonanzen geordnet werden. Im Nebeneinander können sie Raumtiefen erzeugen. Pigmente in verschiedenen Techniken gemalt, unterscheiden sich dadurch im Aussehen und der Leuchtkraft.
Ich arbeite mit technischer Sorgfalt und Malmaterial, das längere Zeiträume überdauern kann.
 




Einzelausstellungen (Auswahl):

2013

  • "Gerade zu schräg", Kunstverein, Speyer

2012

  • "Konstruktive Malerei - Grafik - Objekte", Arbeiten aus 40 Jahren, (zum 70.), Kunsthalle Herrenhof Neustadt-Mußbach/ Weinstraße
  • "Aus der Reihe tanzen" - Konstruktive Malerei, Grafik, Objekte, Ludwigshafen am Rhein, Galerie&Edition Eleonore Wilhelm

2010

  • "konkret&konstruktiv", Graf&Hutter, Museum Pachen in Rockenhausen

2007

  • Hutter&Graf Kulturkreis Ruchheim im Schloss Ruchheim

2005

  • "3 Positionen Konkreter Kunst", Kunstverein Schwetzingen, mit Hans-Günther Dienst und Martin Wörn

1999

  • "Wort-Bilder", Stadtbibliothek Ludwigshafen

1996

  • "Medium Konstruktion" im Schloss Fußgönheim mit Günter Hutter

1976

  • Kommunale Galerie Frankfurt/M, Graf, Heredia, Percic


Gruppenausstellungen (Auswahl):

2010

  • Jubiläumsausstellung "60 Jahre Vereinigung Pfälzer Kunstfreunde" in der Kunsthalle Herrenhof NW-Mußbach
  • "Zusammen auf gerader Linie", Städtische Galerie Flachsgasse, Speyer, K5 & Gäste: I. Blume, E. Diehl, A. Klein-Kranenbarg NL, M. Will,
  • 25 Jahre Freie Kunstakademie Mannheim, Ausstellung "Forum Dozenten"

2009

  • Ausstellungen zu 90 Jahre Bauhaus: "Künstler in der Stadt", Innenstadt Erfurt und in der Galerie Peterskirche, Erfurt
  • "Grenzgänger der konkreten Kunst", Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden

2008

  • "1 Jahr, 31 Positionen, 30 Räume", Museum-Modern-Art, Hünfeld

2007

  • "Frisch gestrichen - peinture fraîche", Galerie St. Johann, Saarbrücken

2006

  • "7 Konkrete Positionen", Städtische Galerie Eichenmüllerhaus, Lemgo mit: E. Diehl, H. Gander, M. Graf, D. Hagemann, G. Hutter, A. Kunen, G. Lind

2005

  • "Konkrete Künstler Rheinland-Pfalz", Koblenz, Haus Metternich

2000

  • Jubiläum Kunstverein Villa Streccius, Landau
  • Wettbewerb "Schrift als bildnerisches Gestaltungsmittel", (Gutenberg-Jahr) im Kunstverein Eisenturm, Mainz

seit 1998 

  • zahlreiche Ausstellungen mit der Künstlergruppe "K5" (Gander, Graf, Hutter, Lind&Gäste), Galerie Lampenfabrik in Mainz, Scharpf-Galerie in Ludwigshafen, Pfälzische Pensionsanstalt in Bad Dürkheim, Altes Rathaus Andernach, Kreisverwaltung Landau, Kunstverein Herrenhof NW, Duale Hochschule Mosbach, Galerie Tabakmagazin Stutensee-Friedrichstal, Kunstverein Leimen im Rathaus Leimen, Städtische Galerie Flachsgasse in Speyer, Galerie Künstlerforum Remagen

1996

  • "10 Künstler" aus Ludwigshafen und Lorient in Kommunale Galerie, Lorient/Frankreich

seit 1993

  • zahlreiche Ausstellungen mit der Künstlergemeinschaft "Der Anker e.V.", im Wilhelm-Hack-Museum und der Rudolf-Scharpf-Galerie in Ludwigshafen und zahlreichen anderen Orten
  • zahlreiche Beteiligungen "Kunstmesse Rheinland-Pfalz" Pirmasens/Mainz

1992

  • J. Frisch, M. Graf, M. Martin, im Schloss Kleinniedesheim

1991

  • "Kunst und Künstler aus Rheinland-Pfalz mit Landschaften", Idar-Oberstein und Dresden

1975

  • "Jochims und Studenten" mit Auer, Graf, Grell, Mietz, Sanovec, Tappeiner, in Galerie Spriano, Omegna/Italien

seit 1974

  • apk-Jubiläumsausstellung und weitere Ausstellungen der "Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler" in Pfalzgalerie Kaiserslautern, Landau, Pirmasens, im Kunstverein Herrenhof und Kunsthaus Frankenthal

1973

  • "Landeskunstausstellung Rheinland-Pfalz" in Koblenz und Pirmasens

1970

  • Plakatwettbewerb IG Metall "Gegen Krieg und Faschismus", Recklinghausen
  • "Pfälzer Künstler der Gegenwart", Kaiserslautern und Pirmasens





Hochfeldstraße 71
67067 Ludwigshafen am Rhein
Deutschland

Telefon: 0049(0)621557639
Mail: graf.kunstpraxis@icloud.com







zurück zu Vitae (Künstlerverzeichnis)