Herbert Lorenz

1916
  • geb. in Chemnitz
1933 - 1935
  • Ausbildung zum Dekorationsmaler
  • Abendstudium Kunst a.d. Staatslehranstalt Chemnitz
1936 - 1938
  • Studium Kunsthochschule Bremen
  • Städel in Frankfurt
  • Praktika der Holz-und Steinbildhauerei in Mayen und Morbach
1936
  • Stipendium Kunsthochschule Bremen
1938 - 2011
  • freiberufliche Tätigkeit als Designer (Möbel), Bildhauer, Maler, Grafiker, Restaurator, Kirchengestalter
1938 - 1939
  • 1. Atelier, Koblenz im Turm (heute Stadtmuseum), Rheinland
1946 - 1980
  • 2. Atelier, Hennen - Iserlohn/Westfalen
1968 - 1980
  • Lehrtätigkeit VHS Schwerte
  • Fr.- Woeste Gymnasium Hemer
1968
  • Gründungsmitglied und Sprecher des Bundes Deutscher Künstler (Märkischer Kreis)
ab 1980
  • 3. Atelier, Gleisweiler/Rheinland-Pfalz
2013
  • verstorben


Mitgliedschaften:

  • Kunsthütte Chemnitz
  • BBK Nordrhein-Westfalen, Mitarbeit
  • BDA Nordrhein-Westfalen
  • BBK Rheinland-Pfalz
  • Kunstverein Villa Streccius Landau
  • Südpfälzische Kunstgilde
  • arbeitsgemeinschaft pfälzer künstler (apk)

Ankäufe - Aufträge:

1950
  • Sgrafitti für Wohnsiedlung in Schwerte
1952 -1981
  • Ausgestaltung von ca. 65 Kirchen mit Mosaiken, Altären, Amben, Tabernakel, Kreuzwegen, Leuchtern, Bronzeskulpturen, Krippen: z.B. in Dortmund, Fröndenberg, Hagen, Finnentrop, Fretter, Iserlohn, Ottenhausen, Olpe usw.
1967
  • Paderborn, Skulptur Begegnung
1968
  • Finnentrop, Skulptur Nepomuk
1969
  • Ergste, Mosaikbrunnen
  • Schule Ergste, Großplastik Aluminium
  • Mosaik, Schwimmbad Ergste und Herdecke
1970
  • Menden, Bronzerelief
  • Amtsparkasse Hennen, Handzeichnungen
  • Baronin Fürstenberg - Stühle
1972
  • Pan Plastik, Dortmund
  • Stadt Almelo, Großplastik
1973
  • St. Marienkrankenhaus Schwerte, Relief
  • Spar- und Dahrlehnskasse Wenden, Grafiken
  • Akademie Schwerte, Betonplastik
  • Amt Ergste, Mahnmal Berchum
  • Haltern, Moses, Bronze
1974
  • Menden, Wandplastiken und Grafiken
  • Stadt Schwerte, Grafiken
  • Hennen, Holzmadonna
1975
  • Meinkenbrecht Großplastik
  • Hauptschule Menden, Skulptur "Unendliches Band"
1976
  • Sparkasse Dortmund, Ölgemälde
  • Stadt Schwerte, Brunnenplastik
1979
  • Stadt Werdohl, Grafiken
  • Bösperde, Bronzeplastik
  • Frauenhofer Institut, Edelstahlplastik
  • Universität Köln, "Umwelt", Acrylgemälde
ab 1980
  • Privatverkäufe (Terrakotta, Bronzeplastiken Grafiken)
  • Literarische Mappen zu Goethe, Kafka, Brecht, Euripides und griechischer Mythologie sind in der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer
1980
  • Iserlohn, Großplastik Aluminium
  • Fr. Woeste-Gymnasium Hemer, Bronzebüste
1982
  • Aluminiumreliefs, Volksleben der Nordpfalz, Kreishaus Kirchheimbolanden
1983
  • Fort Lauderdale (USA), 2 Aquarelle
1984
  • Edenkoben, Bronzeskulptur "Winzertöchter"
1986
  • Pirmasens, Bronzeskulptur vor Schule
1988
  • Mappe "Mutter Courage" (Brecht), Baden Würtemberg
  • Gleisweiler, Holzplastik "Christus in der Kelter"
1989
  • Fortanier, Bronze "Zweisamkeit"
  • Emaile-Kreuzweg, St. Albert, Landau
  • Holz-Kreuzweg und Bronzerelief, Seniorenheim Landau
1990
  • Wellesley (USA), Mappe Kafka und David mit Harfe
1991
  • Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek "Die Strafkolonie" (Kafka)
1992
  • Bronzeskulptur, Reitschulplatz, Gleisweiler
1993
  • Stadt Dortmund, Bronze "Hiob"
2006
  • Stadt Landau, Bronzeplastik "Deletus"





Das Prinzip der Reduktion

Die Arbeiten von Herbert Lorenz bestechen durch Reduktion, die Konzentration auf das Wesentliche.

Er knüpft an Vertrautes in der bildnerischen Ursprache der Gestalt und Figur an. Dem Künstler gelingt selbst in statischen Figuren die Bewegung einzufangen und sie sichtbar zu machen. Hierzu gehört eine besondere Begabung und eine große Portion manueller Fähigkeiten, und beides besitzt Lorenz.
Er gehört zu der Künstlergeneration, die sich von Zeit zu Zeit die tiefen Narben, die der Krieg und seine Folgen in ihr Gedächtnis geschrieben hat, von der Seele zeichnen oder malen müssen. Vielleicht sind die Erinnerungen ein Grund dafür, dass die grafischen Arbeiten Lorenz' häufig spärliche, monochrome Farbgebung aufweisen. Herbert Lorenz' Schaffen ist geprägt durch sehr viele Arbeiten für Kirchen: Aufträge für Skulpturen, Glasfenster, Kreuzwege, Tabernakel, Amben und vieles mehr. Über dreißig Jahre arbeitet er alleine für das Paderborner Bistum.

Der Künstler hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Texte der Weltliteratur waren es in vielfacher Form, die Herbert Lorenz bildnerisch in seinen Werken verarbeitete und ihnen Gestalt gab. Ebenso sind es die biblischen Motive sowie griechische Mythologie, die immer wieder seinen Weken zugrunde liegen. Was bei Herbert Lorenz beeindruckt ist seine sichere Beherrschung plastischer Formen, das Volumen und die Proportionen menschlicher Gestalt. Intensive Objektstudien gehören zu seinem künstlerischen Schaffen ebenso wie handwerkliches Können. Herbert Lorenz gehört zu den Künstlern deren künstlerische Handschrift sich schnell als unverkennbares Markenzeichen einprägt. Er fordert in seien Werken Menschlichkeit ein, klagt die Uneinsicht, Unbelehrbarkeit und sich wiederholende Geschichte an.

Herbert Lorenz lebte seit 1980 in Gleisweiler. Er verstarb am 02.03.2013.



Ausstellungen:

2011
  • Jockgrim, Zehnthaus, apk, "ohne DIN"
  • Edenkoben, Villa Ludwigshöhe, Jubiläumsausstellung der Verbandsgemeinde
2010
  • Römerberg, Kunstverein "Kreatur - Mensch"
2009
  • Joure (NL) , Douwe Egbert Museum "LORENZ"
2006
  • Art Insbruck, Galeria FAMA
  • Atelierausstellung Gleisweiler, "LORENZ", 90.Geburtstag und 70 Jahre freischaffender Künstler
2002
  • Gleisweiler, Zehnthof Retrospektive
2001
  • Edenkoben, Landratsamt "Lorenz“
1993
  • Landau, Frank Loebsches Haus, Grafik und Sulpturen
1991
  • Bad Bergzabern, Altes Rathaus - Gildegalerie
  • Speyer, Landesbibliothek
  • Landau, Forum S
1989
  • Bobenheim-Roxheim, Gemeinderathaus
1986
  • Edenkoben, Volksbank
1985
  • Bad Bergzabern, Altes Rathaus
  • Dortmund, Frauenhofer Institut
1984
  • Mainz, Landtag
1883
  • Iserlohn, Galerie Monika Elisabeth
1982
  • Maikammer, Seniorenwohnanlage
1981
  • Gleisweiler, Alte Schule
1980
  • Hemer, Stadtbücherei
  • Dortmund, Städtische Kunst-Galerie
1979
  • Saarbrücken, Galerie Elitzer
  • Köln, Universität
1976
  • Landau, Villa Streccius
1975
  • Berlin, Deutschlandhaus
  • Schwerte, Katholische Akademie
1970
  • Paris, Galerie Mouffee
1951
  • Hennen, 1. Ausstellung nach dem 2. Weltkrieg
1938
  • Bonn, Obernier-Museum





Bergstraße 17
76835 Gleisweiler
Deutschland








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