Franz Martin

1957
  • geb. in Kaiserslautern

1980-1984
  • Studium Grafik- und Kommunikationsdesign u.a. bei Prof. Merz, Stuttgart

1984
  • Diplomarbeit zum Thema "Das Politische Plakat", mit Klaus Staeck
  • Studium Malerei bei Prof. Per Kirkeby, Salzburg

1986
  • Förderpreis der August-Müller-Stiftung, Pirmasens

1990
  • Stipendium Künstlerbahnhof Ebernburg

1994
  • Arbeitsstipendium des Zehnthauses Jockgrim

1994-1995
  • Asterstein-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz, Koblenz

1996
  • vierteljähriger Arbeitsaufenthalt im Mecklenburgischen Künstlerhaus, Schloss Plüschow, Schwerin

1997
  • Burgund-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz, Semur-en-Auxois                                                 





"Über die Landschaft"
Franz Martin über seine Arbeiten

Die moderne Geografie ist als die Wissenschaft der Landschaften definiert worden, das heißt, die geografische Landschaft ist konkret, dreidimensional, für die Sinne fasslich und besteht aus zwei Elementen: dem natürlichen und dem menschlichen.

Der deutsche Geograf Ratzel bezeichnete diesen Aspekt als "Ökumene", worunter er das vom Menschen bewohnte, bearbeitete und begangene Areal verstand. Da, wo der Mensch die natürliche Landschaft zu seinem Wohnraum gemacht hat, ist die ursprüngliche Form durch zivilisatorische und kulturelle Umwandlungsprozesse verändert worden.

Die natürliche Landschaft ist Ausdehnung, sie entfaltet sich im Raum; die Kulturlandschaft ist Aktivität, sie entwickelt sich in der Zeit. Es ist daher ein großer Irrtum, wenn man als Maler versucht, aus den Kulturlandschaften eine natürliche Landschaft zu machen. Viele glauben, in den Landschaften Mitteleuropas ewige und mysteriöse Strukturen zu sehen, welche den historischen Prozess auf einem bestimmten Entwicklungsstadium aufhalten würden. Geht man von ästhetisch-religiösen Gesichtspunkten aus, läuft man sehr bald Gefahr, die menschlichen und sozialen Dimensionen der Landschaft auszuschließen.

Der Mensch blickt, wenn er eine Landschaft betrachtet, in sein eigenes Innere, denn er sieht in der Landschaft die Wandlung in seiner Einstellung zur Welt und zu Gott: Er sieht die materielle, rationale Struktur seines eigenen Bewusstseins.

Das Problem für die moderne Landschaftsmalerei drängt sich durch diese veränderte Geisteshaltung auf, eine Haltung, die in jeder Darstellung einer Landschaft spürbar sein muss. Den Maler interessiert die funktionelle Beschaffenheit einer Landschaft, ihre Struktur und Farbgrenzen: nicht das Endresultat der Naturerscheinung, sondern die innere Notwendigkeit einer geistigen Haltung.



Ausstellungen (Auswahl)
  • Pfalzgalerie, Kaiserslautern
  • Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
  • Landesmuseum, Trier
  • Landesmuseum, Mainz
  • Kunstverein, Heidelberg
  • Wasgauhalle, Pirmasens
  • Zehnthaus, Jockgrim
  • Villa Böhm, Neustadt/Weinstraße
  • Städtische Galerie Villa Streccius, Landau
  • Servas Kunsthalle, Rodalben

und in zahlreichen Galerien und Kulturstiftungen


Öffentliche Ankäufe:
  • Kultusministerium Rheinland-Pfalz
  • Bundesanstalt für Arbeit Nürnberg
  • Mittelrhein-Museum Koblenz
  • Pfalzgalerie Kaiserslautern
  • Landesbank Rheinland-Pfalz
  • Landratsamt Böblingen
  • Stadt und Landkreis Pirmasens
  • Stadt Kaiserslautern                                                 





Hasenbergstraße 2a
66994 Dahn
Deutschland

Telefon: 0049(0)63915175
Internet: www.franz-martin.de







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