Sigbert Merx

1941
  • geb. in Erfurt
1947-1956
  • Schule in Erfurt, Elm und Ludwigshafen am Rhein
1956-1959
  • Lehre als technischer Kaufmann und technischer Zeichner
1959-1961
  • Werkkunstschule Augsburg bei Prof. Heinz Butz
1961-1966
  • Studium der Bildhauerei bei Prof. Schorer und Prof. Hans Wimmer, Akademie der bildenden Künste in Nürnberg
1967
  • Arbeit als Werklehrer und Jugendleiter in einem Jugendhaus der Stadt Mannheim
ab 1968
  • Gründung verschiedener Jugendlokale und Clubs
ab 1974
  • freischaffend als Zeichern, Maler, Bildhauer und Restaurator in Karlsruhe, Stuttgart, Mannheim und Ludwigshafen am Rhein
seit 1990
  • Atelier in Römerberg-Heiligenstein





Einige Bermerkungen zu meiner Arbeitsweise

Ich bin endgültig zu der Überzeugung gekommen: Es gibt keine abstrakte Kunst. "Abstrakte Kunst" ist ein Widerspruch, eine Kontradiktio in adjektivo (ein Wiederspruch im Nebenwort). Abstrakt sind die Begriffe der Wirklichkeit, um die Wirklichkeit denken zu können. Kunst aber wird nicht gedacht, sondern angeschaut - egal, durch welches Medium auch immer. Abstraktheit und Anschaulichkeit schließen sich also aus. Der naive Beschauer meiner Arbeit wird sich über diese Sätze wundern; sieht er doch keine Abbilder von Gegenständen, sondern Formen, die er meint, als "abstrakt" bezeichnen zu müssen. Aber meine Bilder sind unmittelbare Visualisierungen. Visualisierungen von unsichtbaren Gegenständen der Betrachtung, die man nur innerlich, geistig und emotional wahrnimmt, empfindet, fühlt, also Realitäten des psychischen Erlebens.

Wie also der Psychotherapeut andere medizinische Formen der Diagnostik und Therapie als der Physiotherapeut gebrauchen muss, so auch der bildende Künstler, wenn er die inneren, psychischen Erlebnisrealitäten anschaulich visualisieren will, im Gegensatz zu dem bildenden Künstler, der die äußere Realität der sichtbaren Gegenstände abbildet.

Ich wiederhole also nicht die Formen der sichtbaren wirklichen Außenwelt, sondern bediene mich der uns a priori bewussten Formen, die uns überhaupt, als Bedingung der Möglichkeit aller visueller Erkenntnis der Welt, gegeben sind, die also (nach Kant und Schopenhauer) transzendale, aber keineswegs abstakte Formen sind. Sie kommen ja vor aller Realität, während die Abstraktion, nach aller Realität kommt.

Diese Formen, deren letzte Einfachheit durch Induktion erkannt (nach Kandinsky) Quadrat, Dreieck, Kreis oder (nach Rudolf Steiner) das Gerade und das Krumme, sind, ermöglichen es, in endlosen Variationen, alles zu visualisieren, was die geistige, seelische, emotionale Wirklichkeit, also Erlebniswelt, des Menschen überhaupt, Künstler wie Betrachter, a priori gegeben sind, sind sie auch die Verbindungsformen zwischen Künstler und Betrachter, die zu gegenseitigem Verständnis führen.



Ausstellungbeteiligungen (Auswahl):
Reicherthaus Ludwigshafen, Pfalzgalerie Kaiserslautern, Goethe-Institut in verschiedenen asiatischen Städten, Künstlerbund Rhein-Neckar, Alte Feuerwache Mannheim, Preis der Sparkasse Karlsruhe, Berufsverband Bildender Künstler Karlsruhe

Einzelausstellungen (Auswahl):
Mannheim, Bad Dürkheim, Ludwigshafen am Rhein, Viernheim, Neustadt an der Weinstraße, VG Galerie Frankfurt/Main, Kunstverein Römberg

1984-2004
  • ständig präsent in der Galerie Wilhelm, Ludwigshafen am Rhein
seit 1990
  • Atelier in Römerberg-Heiligenstein





Lingenfelder Straße 6
67354 Römerberg
Deutschland

Telefon: 0049(0)623284964
Mail: sigbert-merx@t-online







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