Gerhard Messemer

1950
  • geb. in Landau/Pfalz
1971
  • Abitur in Landau, anschließend zwei Semester an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule in Landau
1972
  • Beginn des Studiums der Kunst- und Werkerziehung an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Studienschwerpunkte Grafik und Zeichnen, intensive Beschäftigung mit der Farbradierung.
1975
  • erste öffentliche Ausstellung
  • Studienreisen nach Südfrankreich
1977
  • Beginn der Tätigkeit als freischaffender Künstler.
1979
  • Gründung der Werkstatt-Galerie in Nackenheim, Durchführung von Kursen in allen Techniken der Radierung
1982
  • Studienreisen nach Apulien, Umbrien und der Toscana
  • Auseinandersetzung mit der mediterranen Landschaft
1986
  • Aufbau des Ateliers mit Galerie in Saulheim bei Mainz
  • erste Leinwandarbeiten in Öl und Mischtechnik.
1988
  • Eröffnung des Ateliers und der Galerie in Saulheim.
1992
  • erstes Buch "Radierungen und Malerei" mit einer Auswahl von Arbeiten ab 1984
1993
  • Präsentation der ersten Mappe: "Im Süden"
1996
  • Präsentation der zweiten Mappe: "Im Süden II"
1999
  • zweites Buch "Radierungen und Mischtechniken" mit einer Auswahl von Arbeiten ab 1992

Auszeichnungen:

1980
  • Kunstpreis der Südlichen Weinstraße für Grafik
  • Pfalzpreis für Grafik
1986
  • Preis des Landes Rheinland Pfalz.

Mitgliedschaft:

  • Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (apk)





Ein Hauptthema in Gerhard Messemers Arbeiten ist die Landschaft, wie er sie auf seinen Reisen durch Südfrankreich und Italien gefühlt hat: Der Duft von Zitronen, der Frühlingswind über leuchtenden Feldern oder die Mittagshitze von herabgelassenen Fensterläden - all dies wird in den filligranen Radierungen mit dem malerischen Effekt und seinen Mischtechniken auf Leinwand lebendig.

Der verlassene Frühstückstisch vor geöffneten Fensterflügeln, die vom Wind zerzauste Zypresse auf dem Hügel, der kleine gewundene Weg durch blühende Felder, die verwaschene Farbe eines sonnendurchglühten Häuschens - alles ruht in sich und lädt zum Verweilen ein. Menschen begegnen uns nur in ihrern vergänglichen Spuren, die sie überall hinterlassen haben. Die Arbeiten bezaubern durch ihre heitere bis melancholische Stimmung, entführen uns in erlebte oder geträumte Lande und lassen durch ihre Leichtigkeit kaum erahnen, dass für ihre Realisierung Planung, Akribie und sicheres wie zügiges Arbeiten vonnöten sind.

Gerhard Messemer gelingt dies überzeugend in seiner Farbradierung, wenn er trotz Beschränkung auf wenige Farben - darunter ein strahlendes Azurblau - durch teilweises Abdecken der Metallplatte und wiederholte Ätzvorgänge so etwas wie eine Farbpalette mit Stufungen und Farbtönen erhält, die die flimmerndheiße Stille ebenso wie die kühle Üergangszeit zwischen den Jahres- und Tageszeiten wiederzugeben vermag. Er lässt zarte Linien den toscanischen Hügelrundungen nachspüren, setzt kräftige Staccati durch Schalgschatten zwischen bröckeldes Mauerwerk und verleiht seinen Arbeiten darüber hinaus durch frei schwingende, nicht Kontur verleihende Linien jene Freiheit und Lebendigkeit, die durch ihren besonderen Reitz Lebensbahnen zwischen Künstler, Werk und uns schaffen.

Es bleibt unserer Fantasie überlassen, in diese ebenso sensibel wie vital übermittelten Landschaften, Stillleben und Stimmungen einzutreten und auf Entdeckungsreise zu gehen.

Adelheit Ebbinghaus



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