Meike Porz

1960             
  • geb. in Jakobsweiler, Rheinland-Pfalz
1985-1993   
  • Studium der Malerei bei Prof. Klaus Jürgen-Fischer, Kunstakademie Mainz
1989-1990   
  • Studium der Malerei bei Dominique Gaultier und Daniel Dezeuze, Ecole des Beaux-Arts, Montpellier
1992
  • Erstes Staatsexamen für Bildende Kunst, Kunstakademie Mainz
1993
  • Diplom Freie Malerei, Kunstakademie Mainz
1998             
  • Lehrauftrag für Farbenlehre und Bildstruktur, Fachbereich Bildende Kunst, Universität Landau/Koblenz
2000     
  • Zweites Staatsexamen für Bildende Kunst und Geografie
 
  •  lebt und arbeitet in Landau, Rheinland-Pfalz



Stipendien

1987-1993   
  • Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung
1989-1990   
  • Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerkes
1992             
  • Burgund-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz





Alltägliche Dinge, Dinge, die wir jeden Tag in die Hand nehmen, Gläser, Schüsseln, Krüge oder auch Tische und Stühle… so präsentiert sich das Gros der Bildmotive von Meike Porz. Der andere wichtige Teil der Motive bezieht sich auf lineare Schemata der menschlichen Gestalt. Und hinter jedem Gegenstand und hinter jeder Figur steht ein (großes) Fragezeichen.

Die Wiedererkennung der so karg in fast leere Bildflächen gesetzten Motive erscheint in den meisten Fällen gesichert, trotz oder gerade wegen der fast völligen Abstraktion, dem Verzicht auf jede ausgreifend-erzählerische Form von Illusion. Nichts lenkt ab von der sparsamen Inszenierung. Extreme Reduktion auch im Einsatz von Farben; darüber hinaus präzise Organisation des Bildraumes mit kalkuliertem Einsatz weniger Bildelemente.

Die Kleinformate sind überdies als Serie konzipiert, und sie lassen sich lesen wie ein fest installiertes Spruchband - allerdings verschlüsselt, ohne direkte Botschaft und Intention. Vielleicht auch deshalb zwingen uns formaler Rigorismus und Repertoire-Beschränkung zur Konzentration unserer Blicke und Gedanken.

Schüsseln oder bootsähnliche Formen sowie weibliche und männliche Gestalten lassen sich als Verweisfiguren verstehen - eine seltsame Ambivalenz zeichnet sie aus, denn einerseits stehen sie für sich, nur für sich und andererseits legen sie eine Spur, der zu folgen ein spannendes Abenteuer sein kann.

Wie eine Wissenschaftlerin bietet Meike Porz Versuchsanordnungen: sie reiht aneinander, zählt auf, schichtet, isoliert. Weder erlaubt sie sich dabei große Gefühle noch pathetische Gesten. Anders als bei Werbespruchbändern lädt sie uns unaufdringlich ein, ihren kargen Zustandsbeschreibungen zu folgen.

Eine vorsichtige Anteilnahme erlaubt sie sich bei den menschlichen Figuren, die zwar als nahezu gesichts - und geschlechtslos, nackte Wesen in luftleerem Raum schweben oder sitzen, illusionslos, introvertiert. Dennoch erheischen sie Identifikation. Die Gestalten zeigen ein Repertoire an Körperhaltungen und Gesten, die seltsam vertraut erscheinen: der geneigte Kopf, das hinter den Händen versteckte Gesicht, das Lehnen am Stuhl und die Hände, die den Kopf stützen. Oder Paare in Umarmung. Wir lesen: Verweilen, Warten, Trauern, Verzweifeln. Aber es gibt keinen direkten Hinweis auf Ziel und Zweck des Verweilens. Oder: Körperfragmente wie Hände, Arme, Beine, die eingeblendet werden wie Stenogramme und Versatzstücke, Verweise auf Erfahrungen lang zurück liegender Zeiten.

Fast kammermusikalisch-minimalistisch eröffnet uns Meike Porz eine poetisch dichte, imaginative Seite der Dinge und der menschlichen Natur, auf die wir uns nur einlassen müssen.

Matthias Strugalla, Pirmasens



Einzelausstellungen:

2019 
  • telling stories_2, Psychotherapeutenkammer PKS, Saarbrücken
2014 
  • Kunst-Direkt, Kunstmesse, Mainz
2009 
  • Galerie N, Dahn
2006 
  • Kunstverein, Pirmasens
2005 
  • Kahnweilerhaus, Rockenhausen
  • Kunstverein, Würzburg
  • Gesellschaft für Junge Kunst, Trier
2002 
  • "Raum-Erfahrung", Katholische Akademie, Trier
2001 
  • Galerie Markus Nohn, Trier, Frankfurt
1998 
  • Galerie Kunstedition Waldherr, Kirchheimbolanden
1997 
  • Galerie in der Lampenfabrik, Mainz
1992 
  • Kahnweilerhaus, Rockenhausen
1990 
  • Galerie George Dezeuze, Montpellier


Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):

2020
  • Virtuelle Ausstellung, "DAS HALBE LEBEN" (APK)
2019 
  • druckFEST, BBK-Galerie, Mainz
  • Haueisenpreis-Ausstellung, Zehnthaus, Jockgrim
  • ASPEKTE, Kunstverein, Speyer
2018 
  • telling stories, Zehnthaus, Jockgrim
  • Ü50-Alte Meister, Gesellschaft für Bildende Kunst e.V., Trier
2017 
  • Haueisenpreis-Ausstellung, Zehnthaus, Jockgrim
2015 
  • Figur 6.0, Kunstverein, Germersheim
  • Werden, Wachsen, Wuchern, Villa Streccius, Landau
2013 
  • Haueisenpreis, Zehnthaus, Jockgrim
2012 
  • Große Kunstausstellung NRW, Museum Kunstpalast, Düsseldorf
  • 30 Jahre - 30 Künstler, Kunstverein, Germersheim
  • Pfalzpreis für Malerei, Pfalzgalerie, Kaiserslautern
2011 
  • ARGO, Städtische Galerie, Speyer
  • Aus Papier - Auf Papier, Villa Streccius, Landau
2010 
  • angezettelt, Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken
2009 
  • ARGO, Villa Streccius, Landau/Pfalz
2006 
  • Kunstverein Mittelrhein, Haus Metternich, Koblenz
  • Pamina-Kunstpreis Ettlingen, Schloss Ettlingen
2004 
  • Tuchfabrik, Trier
2003 
  • Villa Streccius, Landau/Pfalz (K)
2002 
  • Schloss Waldthausen, Mainz
  • Pamina-Kunstpreis Ettlingen, Schloss Ettlingen
2001 
  • Galerie Palais Walderdorff, Trier
2000 
  • Kahnweilerpreis für Malerei, Rockenhausen
  • Pfalzpreis, Pfalzgalerie, Kaiserslautern
  • Hans-Purrmann-Preis, Speyer
1999 
  • Tuchfabrik, Trier
  • Albert-Haueisen-Kunstpreis, Jockrim
1998 
  • Kunstverein Blaues Haus, Speyer
  • Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken (K)
1997 
  • Kunst und Künstler aus Rheinland-Pfalz, Trier
  • Kunstverein, Germersheim
1995 
  • Ausstellung der Burgund- und Lincoln-Stipendiaten,
  • Künstlerhaus Metternich, Koblenz
  • Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
  • Sport-Toto-Kunstpreis, Koblenz, Mainz, Trier, Landau, Bonn
1993 
  • Villa Streccius, Landau/Pfalz
  • Kunstverein Landau/Isar
  • Galerie Brückenturm, Mainz
1992 
  • Pfalzgalerie, Kaiserslautern
  • Landesmuseum, Mainz
1991 
  • Galerie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
  • Landtag, Kiel





An der Pferdsbach 17
76829 Landau in der Pfalz
Deutschland








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