Horst Schwab

1935
  • geb. in Kirchheimbolanden
  • Kindheit und Jugend auf dem Weierhof (Gemeinde Bolanden)
1955
  • Kirchheimbolanden, Abitur
1956 - 1960
  • Mainz, Studium 
  • Kunst und Germanistik (Universität/Landeskunstschule)
1961
  • Mainz, 2. Staatsexamen
1961 - 1966
  • Kirchheimbolanden, Lehrtätigkeit
1966 - 1995
  • Kusel, Lehrtätigkeit
2015
  • Veröffentlichung Gedichtsammlung

Verstorben am 31.07.2017 in Kusel


Auszeichnungen:

1972

  • Pfalzpreis für Malerei
1980
  • 1. Preis, Gestaltungswettbewerb Peter-Altmeier-Gedenkstätte Koblenz
1995
  • Preis der Vereinigung Pfälzer Kunstfreunde

Arbeiten im Öffentlichen Raum:
  • Chorfenster, Evangelische Kirche, Altenglan
  • Tauffenster, Martinskirche, Nanzdietschweiler
  • Peter-Altmeier-Gedenkstätte, Koblenz
  • Holzplastik "Hoffnungsgruppe", Gemeinschaftshaus, Leltschizy (Weißrussland)

Beteiligung an Symposien:

2002
  • Yggdrasill Holzbildhauerei, Schweisweiler
2006
  • Kunst im Grünen, Reipoltskirchen
2009
  • Mysterium Königsberg, Heimschuh (Kärnten)

Mitgliedschaften:
 
  • Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (apk)
  • BBK Rheinland-Pfalz
  • BDK
  • Kunstverein Neustadt/Weinstraße
  • Kunstkreis Kusel
  • Mach-Art (Schweisweiler)





Ich glaube sagen zu dürfen, dass Horst für die Pfälzer Kunstszene eine Instanz war. (...) Dem beeindruckenden Menschen und Schöpfergeist trauern wir nach. (...) Kreativität hat er auch gerne mit anderen geteilt - (...) aus tiefem menschlichen Interesse und indem er die richtigen Fragen stellte. (...) Dass dieser Umgang zahlreiche namhafte Kunstschaffende hervorgebracht und auch Kollegen nachhaltig beeinflusst hat, muss nicht betont werden. (Stefan Engel / APK, 2019)

Mit ihm verliert die Künstlerszene in der Pfalz einen ganz Großen. Nicht umsonst lautete der Spitzname, den seine Schüler am Gymnasium Kusel ihm einst verpasst hatten, "Schwablo Picasso". Die Picasso-Medaille war dann auch neben dem Pfalzpreis für Malerei eine seiner wichtigsten Auszeichnungen. (Susann Cahn / Die Rheinpfalz, 2017)

Die Pfalz hat durch den Tod von Horst Schwab eine bedeutende Künstlerpersönlichkeit verloren, die die Pfälzer Kunstszene in den letzten Jahrzehnten mitgeprägt hat. Durch sein vielfältiges Gestalten hat Horst Schwab nicht nur sich selbst, sondern auch vielen Betrachtern seiner Werke Inhalt gegeben. Er lebt in seinen Bildern, Plastiken, Grafiken und Gedichten weiter. (Michael Seyl, 2017)

Was seine Arbeiten heute auszeichnet, ist die Kombination der Farbfantasie der Abstraktion mit einer Gegenständlichkeit, die die Sache nicht plump gegenständlich, sondern aktionistisch, spontan darstellt und damit auch geistig transparent macht. Farbe und Objekt durchdringen sich ganz selbstverständlich und betonen das Prozesshafte des Entstehens und das Gültige des Entstandenen. Die Farbe unterstreicht das Objekthafte, hat dadurch einen Eigenwert und eine dienende Funktion, so dass in unseren Augen ein wirkliches Bild entsteht, das uns mitnimmt auf eine Entstehungsreise, die über das Innere des Künstlers zum Inneren des Betrachters führt. (...) Seine intellektuelle Souveränität spiegelt sich auch in seinen Collagen, die im Zusammenspiel von Farbe und Form mit einer gewissen Selbstverständlichkeit wie mühelos gestaltet erscheinen, um die Selbstsicherheit und Gelassenheit des gereiften Menschen zu spiegeln - und doch verdeutlichen auch sie den zupackenden Impetus des Künstlers als geistig und schöpferisch immer jungen notwendigen Erkunder und Gestalter der Welt. (Wolfgang Diehl, 2015)

In den 1970er- und 1980er-Jahren beschäftigte sich der Künstler mit verschiedenen grafischen und experimentellen Mischtechniken; es entstanden ganze Mappen von Blättern, die ihn zu erneuter  Auseinandersetzung aus heutige Perspektive und heutigem bildnerischem Bewusstsein anregen. So entnimmt er aus früheren Arbeiten "Bildbausteine" zur Gestaltung neuer Kompositionen... ("Von der Wandlung der Bilder" - Besprechung in der Saarbrücker Zeitung, März 2010)

Dass Du durch Linien die ganze Körpervorstellung hervorrufen kannst, ohne alles Gesehene detailliert angeben zu müssen, freut mich immer wieder... (Achim Ribbeck, 1998)

Es geht ihm um Entwicklungen, Gefühle, Gedanken und - bei den Figurengruppen - um Beziehungen, kurz: das Leben (Christiane Vopat)

Beachtlich sind Horst Schwabs Linolschnittcollagen, auf denen einmal gelungen ist, was selten gelingt: die bruchlose Umsetzung einer einmal gewonnenen Formensprache in eine andere künstlerische Technik. Es gelingt dem Künstler, seine schwungvollen Wesen mit ihren ausgeprägten Linienformulierungen in ein grafisches Medium zu bannen... (Gabriele Weingartner, 1995)

In den gewichtigen und blockhaften Gestalten, die auf einfache Formen reduziert sind, bekundet sich eine geheime Liebe zur Skulptur... (Karlheinz Schauder 1994)

Häufig werden die Wirkungen natürlicher Formen und Vorgänge durch in symbolhafte Zeichen verwandelte abstrakte Elemente ergänzt [...] und die Collagen ermöglichen es ihm, gleichzeitig mehrere Bedeutungsebenen zum Ausdruck zu bringen... (Kostyál Lászlo, 1992)

Seine Urmütter, aus der Verschmelzung von Landschaft und menschlichen Formen gebildet, wirken wie chthonische Gottheiten, die aus dem Urgrund des Seins emporsteigen... (Leo Hefner, 1986)



Einzelausstellungen (Auswahl):

2019
  • Rockenhausen, Museum Pachen, "Vermächtnis: Figur"
2015
  • Waldmohr, Malerei und Grafik
2011
  • Kusel, Rathaus, Malerei und Grafik
2010
  • Nohfelden, Bosener Mühle, Vom Wandel der Bilder - Collagen
2004
  • Dahn, Kreisgalerie, Neue Arbeiten
2001
  • Unkenbach, Künstlerhof, Grafik, Malerei und Plastik
2000
  • Kusel, Stadt- und Heimatmuseum
1998
  • Dahn, Altes Rathaus, Malerei und Grafik
  • Zweibrücken, Maison Charme, Malerei und Grafik
1996
  • Schifferstadt Altes Rathaus Querschnitt
1995
  • Neustadt/Weinstraße, Villa Böhm, Zum 60. Geburtstag
  • Rockenhausen, Kahnweiler-Haus, Zum 60. Geburtstag
1994
  • Kusel, Burg Lichtenberg, VPK- Kunstpreis
1993 
  • Landstuhl, Galerie Naffouij
1990
  • Langwedel, Galerie Uhlenberg, Neue Arbeiten
1986
  • Lambsheim, KVHS Ludwigshafen
1983
  • Pirmasens, Kant-Gymnasium
  • Heidelberg: Galerie Melnikow
1979
  • Waldmohr, Bürgerhaus, Malerei und Grafik
1974
  • Landstuhl, Galerie Naffouj, Neue Arbeiten
1972
  • Saarbrücken, Galerie Elitzer, Querschnitt

Gruppenausstellungen (Auswahl):

2012/13
  • Karlsruhe, Galerie Reichert, Weltuntergang/Auferstehung
2012
  • Reipoltskirchen, Kunst im Grünen,  Das Rotliegende
  • Rockenhausen, Museum Pachem, Vorgerückt
2010
  • Kusel Stadt-und Heimatmuseum, Frühling im Quadrat (Kunstkreis Kusel)
  • Kusel Stadt-und Heimatmuseum, Mann Nackt (Kunstkreis Kusel)
2006
  • Kunst im Grünen, Reipoltskirchen
2005 
  • Kirchheimbolanden, Friedensausstellung
2003 
  • Kirchheimbolanden, Paulskirche (mit Irmela Schwab)
2002
  • Kaiserslautern, Pfalzgalerie, 80 Jahre apk
2001
  • Neustadt-Mußbach, Pfalzpreisträger gestern - ihre Werke heute
2000
  • Unkenbach, Künstlerhof, Kunstmappe 2000
1997
  • Landau, apk, Sie/Er. Er/Sie
1996
  • Mainz, Landtag, Spektrum (Kunstkreis Kusel)
  • Kusel, Stadt- und Heimatmuseum, Wunderlich? - Zum 30. Todestag von Fritz Wunderlich
1992
  • Zalaegerszeg (Ungarn), Göcsej-Museum, zusammen mit Bedö Sandor
1991
  • Kaiserslautern, Pfalzgalerie, 175 Jahre Bezirksverband Pfalz
1988
  • Kaiserslautern, Pfalzgalerie, Sickingen-Kunstpreis
1983
  • Mainz, Landtag, Wein und Rheinland-Pfälzische Künstler
  • Heidelberg, Galerie Melnikow, zusammen mit Hardy Tannenberg
1984
  • St. Wendel, Galerie am Zwinger, zusammen mit Jürgen Klöckner
1980
  • Toucy (Frankreich), Semaine de Kusel
1977
  • Mannheim, Forum 77
1975
  • Kusel, Kreissparkasse, apk-Ausstellung, Pfälzer Grafik
1973
  • Deidesheim, Ars fantastica
1972
  • Kusel, Realschule, Transparente Wirklichkeit
1971
  • Landau, P H, Figur 72
1970
  • Kaiserslautern, Pfalzgalerie Pfälzer Künstler der Gegenwart
1969
  • Mainz, Landesmuseum, Landeskunstausstellung





Schlosshöhe 10
Kontakt: Irmela Schwab
66869 Kusel
Deutschland

Telefon: 0049(0)63811276
Fax: 0049(0)63811276







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